Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Kulinarische Streifzüge durch Griechenland

Weitere Informationen: www.griechische-rezepte.info

 

"BACKEN"

Das griechische Backbuch enthält 21 Backrezepte, die auch in Deutschland gut nachzubacken sind. Wir haben darauf geachtet, dass sämtliche Lebensmittel auch hier erhältlich sind. Das Backbuch enthält 21 Backrezepte, die einen kleinen Querschnitt der griechischen Zuckerbäckerei darstellen.

"VORSPEISEN"

Die Welt der griechischen Vorspeisen ist vielfältig, bunt und erfreut jedes Jahr aufs Neue viele Urlauber. Unzählige kleine, weiße Tellerchen füllen die Tische an den Stränden der griechischen Inseln, wenn die Sonne in der Ägäis untergeht und Freunde mit dem ersten Ouzo auf Griechisch mit einem Geiamas anstoßen. Die Liste der kleinen Speisen ist lang und oftmals von Region zu Region unter-schiedlich. Gutes griechisches Olivenöl darf nicht fehlen, genauso wie Feta, Brot und frische glatte Petersilie. Viele einheimische Fisch- und Gemüsesorten werden zu kleinen appetitlichen Häppchen arrangiert, die nicht selten frittiert werden. Bestellt man ein paar dieser kulinarischen Verführungen dienen sie als Vorspeise, wenn jedoch Fisch- und Fleischkompositionen dazukommen, reichen sie auch als Hauptgericht.  

Die kleinen Leckereien, von denen man nie genug bekommen kann, heißen in Griechenland Orektika oder Mezedes. Das Wort Mezes findet seinen Ursprung in Persien und bedeutet „angenehmer Geschmack, in der arabischen Küche ist die Übersetzung „Naschen“. Von Meze, über Mese bis hin nach Maza aus dem Libanon steht die Bezeichnung des Vorspeisetellers jedoch immer für Geselligkeit und gemeinsames Plaudern mit Freunden. Die 25 Rezepte lassen sich problemlos nachkochen. Für eine Vorspeisetafel können die Gerichte miteinander kombiniert werden, als Vorspeise dürften zwei dieser Speisen ausreichen.

Wenn man sie in Griechenland mit Freunden in einer Parea Mezedes bestellt, ist es üblich, dass zunächst einer die Zeche übernimmt, um sie eventuell anschließend durch die Anzahl der Paare zu zahlen ... die griechische Zahlweise.

"VEGETARISCH"

Die griechische Küche ist nicht das, was wir überwiegend in den griechischen Lokalen in Deutschland serviert bekommen. Zwischen Apollonteller und Zeusplatte bleibt wenig Raum für all die leckeren Gemüserezepten, die von Nord- bis Südgriechenland serviert werden. Die Auswahl ist riesig an schmackhaften Gerichten mit Gemüse, da in Griechenland fast jede erdenkliche Gemüsesorte angebaut wird, besonders auch im heimischen Garten hinterm Haus. Man muss nicht unbedingt Vegetarier sein, um diese Rezepte auszuprobieren. Auberginen, Zucchini oder Paprika können sich auch zu allerlei Fleisch gesellen, wenn man denn so ganz und gar nicht drauf verzichten möchte.

Andererseits kann es nicht schaden, ein oder zwei Tage die Woche fleischlos zu essen. Die griechische Küche glänzt nicht nur durch Souvlaki oder Gyros, sondern bietet eine reichhaltige Auswahl rund um südländische Gemüsesorten, die gerade im Mezedopolio, in der „Vorspeisenbar“, sehr ausgefallene Gerichte auf den Teller bringt. Das Kochbuch ist nicht nur für strenge Vegetarier, sondern einfach eine Anregung, griechisch ohne Fleisch zu speisen. Es geht auch nicht um Zutaten rund um Körner, Tofu oder jeglichen Fleischersatz, sondern um die Vielfalt rund um das Gemüse wie Aubergine, Paprika, Tomate und Zucchini u.v.m. zu präsentieren.

Die Griechen sind die "ältesten" Europäer. Einen Teil trägt neben der Lebensphilosophie sicher auch das gesunde Essen dazu bei.

"KYKLADEN"

Eine kleine Auswahl von 25 Rezepte der Kykladen-Inseln, von Vorspeisen bis zu leckeren Desserts, sind in diesem Kochbuch zusammengefasst.

Kykladen … da fallen uns spontan weiße Häuschen am blauen Meer ein, die an Postkartenidylle erinnern. Die vielen Inseln der Kykladen tummeln sich rund um die heilige Insel Delos, verstreut in der tiefblauen Ägäis. Von A wie Amorgos bis T wie Tinos haben einige dieser Eilande spezifische Rezepte, die kaum bekannt sind auf dem Festland oder anderen Inseln. Auf Santorini mit ihrer weltberühmten Caldera, finden wir das Fava auf den Speisekarten der kleinen Restaurants, die in den winzigen Gassen und Gässchen, Gäste zum Verweilen einladen. Ein Püree aus gelben Platterbsen, welche auf der Insel angebaut werden.

Die Inselküche wartet mit leichten, oft sehr einfachen Gerichten auf, die sich den Gegebenheiten der Inselwelt angepasst haben. So findet der Inselgast sehr viel Gemüse und Obst auf den Speisekarten, welches angebaut wird auf den Inseln und nicht importiert werden muss. Hülsenfrüchte, Tomaten, Zucchini werden gerne zu inseltypischen Gerichten verwendet, aber auch jede Menge Zimt.

Die Leichtigkeit des Seins spiegelt sich nicht nur in den Rezepten wieder, einige der Kykladen haben sogar eigene Weinsorten und Käsesorten im Angebot, die man unbedingt beim nächsten Besuch probieren sollte. Und bis dahin können wir diese Rezepte, des Chefkochs Vasilis Papikinos aus Milos, zuhause ausprobieren.

"KRETA"

Kreta, die größte griechische Insel mit ihrer alten Geschichte und dem Mythos rund um den Minotaurus, Europa und nicht zuletzt Ikarus und Dädalus, hat auch kulinarisch viel zu bieten. Schon im Altertum wurden auf Kreta die riesigen Pithoi, Tongefäße für die Vorratshaltung für Wein, Öl oder Getreide, von den dortigen Töpfern hergestellt. Archäologen legten sie z.B. in den Palastanlagen von Knossos und Malia frei und fanden sie im gesamten Mittelmeerraum. Bereits vor mehr als 3000 Jahren legten die Kreter großen Wert auf Gastfreundschaft, wie die bunten Freseken mit ihren Darstellungen grpßer Bankette und endlosen mit Leckereien der Insel gefüllten Schalen und Tellern belegen.

Der Kreter hat dieses Gen der Gastfreundschaft sozusagen in die Wiege gelegt bekommen. Auf den Fresken der Antike ist es der Wein, der in kunstvollen Karaffen den Gästen serviert wurde. Heute ist es der Raki (mit Betonung auf dem i) oder ein Tsikoudia, den der Wirt seinen Gästen mit auf den Weg gibt, gia to dromo, damit er gut zuhause ankommt. Kreta ist zudem ein Beispiel dafür, dass die richtige Lebenseinstellung gepaart mit gesunder Ernährung aus dem, was die Erde Kretas hergibt, für ein langes Leben sorgt.

Auf Kreta findet man jede Menge Gerichte auf den Speisekarten, in denen heimisches Gemüse und vor allem Hülsenfrüchte verarbeitet werden. An den Berghängen und in den unzähligen Tälern finden sich Oregano, Basilikum, Lindenblüten, Majoran, Thymian, Minze, Rosmarin, Lorbeer, Kamille, Salbei und viele weitere Kräuter. Bekannt für Kreta ist Diktamus, eine Pflanze, der man heilende Kräfte seit der Antike nachsagt und von der selbst Hippokrates so überzeugt war, dass er sie als Geburtshelfer empfahl. Diktamus wächst übrigens genau wie Malotira nur auf Kreta, aus beiden wird der berühmte kretische Bergtee gewonnen. Eines der wichtigsten Erzeugnisse der Insel ist Olivenöl, welches aus den rund 30 Millionen Olivenbäumen gewonnen wird. So wundert es nicht, dass der angeblich älteste Olivenbaum der Welt auf Kreta zu finden ist.

Mit den 25 Rezepten aus Kreta soll ein kleiner Querschnitt dieser bodenständigen Küche gezeigt werden, die kulinarisch überzeugen, aber auch für Überraschungen sorgen sollen.

 "WINTER"

Wir kennen, dadurch bedingt, dass wir meistens im Frühjahr oder Sommer in Griechenland sind, die Sommerküche der Griechen. Leichte Küche, bunte Salate, Fisch und nicht zuletzt all die Köstlichkeiten vom Grill. Mit diesen 25 Rezepten aus den Backöfen und Tontöpfen aus Griechenland möchten wir einen kleinen, kulinarischen Ausflug in den Herbst und Winter starten. Den Herbst nannte man in der Antike Metoporon, die Jahreszeit zwischen dem sich verabschiedenden Sommer und dem baldigen Winter. Die Farben der Natur verändern sich, es wird kühler und der Appetit auf heiße Suppen und wärmende Backofengerichte wird stärker. Die Hausfrauen haben mehr Zeit und Lust in der Küche zu stehen, um aufwändigere Speisen vorzubereiten.

Aufläufe mit Fleisch in Verbindung mit Hülsenfrüchten, Hühnchen aus dem Backofen oder gar Lamm in verschiedenen Variationen sind einige Beispiele für winterliche Rezepte. So klangvolle Namen wie Juwetsi, Kleftiko oder Strapatsada füllen die Speisepläne der Griechen im Herbst und Winter. Die Jahreszeiten, in denen geschmort wird und Aufläufe stundenlang im Backofen garen.

Der Duft von Zimt und Lorbeer und Oregano begleitet uns auf dieser kleinen Reise durch die Jahreszeiten nach dem griechischen Sommer.

"PONTOS"

Die pontischen Rezepte, die ich hier vorstellen möchte, stammen von den Pontosgriechen, welche während der Kleinasiatischen Katastrophe 1921/22 aus der heutigen Türkei ins Mutterland Griechenland geflohen sind. Der Ursprung der Gerichte ist daher fast 100 Jahre alt und somit sehr traditionell. Die Pontosgriechen, welche an den Küsten des Schwarzen Meeres von Sinope bis hinauf nach Batoum beheimatet waren, verarbeiteten Zimt und Koriander, aber auch viele Tomaten, Hülsenfrüchte und Fische. Die einfache Küche der pontischen Griechen überzeugt durch ihre klare Struktur, aber auch zum Teil mutige Kombinationen. In manchen Rezepten, die in Städten wie Trapezounda, Sampsounda oder Kerasounda ihre Wurzeln haben, spürt man noch heute den Einfluss der russischen, türkischen oder gar armenischen Küche.

Diese Rezepte sind wie eine kleine Reise in die Vergangenheit an die Ufer des Schwarzen Meeres, des Karadeniz (auf Türkisch) oder Euxeinos "Efxinos" Pontos (auf Griechisch). Hier lebte eine Vielzahl von Völkern, die bei Ausbruch der Katastrophe die Erinnerungen an ihre Heimat, ihre Musik, aber auch an ihre uralten, von Mund zu Mund überlieferten Rezepte, mit in die Fremde nahmen.

Es ist wichtig, das niederzuschreiben, was uns die „Alten“ aus ihrer verlorengegangenen Heimat erzählen; seien es Geschichten, Erinnerungen oder wie hier Rezepte, mit denen sie ausgewachsen sind.

Ich freue mich sehr, Euch mitzunehmen auf diese kulinarische Reise in eine andere Zeit mit Rezepten meiner Oma und Patentante, denen ich oft dabei zuschauen durfte, wie sie Filoteig oder Manti füllten, glatte Petersilie im Garten sammelten oder Feigen einlegten, die im Winter den Gästen serviert wurden. Und natürlich sangen sie dabei sehr oft ihre alten pontischen Lieder.